8 Jahre alte Emilia liegt im Koma
8 Jahre alte Emilia liegt im Koma
Aktuelles aktualisiert vor 1 Monat

8 Jahre alte Emilia liegt im Koma

Achtjährige im Koma

Große Unterstützung aus ihrem Umfeld auf der Essener Margarethenhöhe erfährt derzeit Familie Thießen. Sie macht eine schlimme Zeit durch. Tochter Emilia (8) ist plötzlich schwer erkrankt, liegt im künstlichen Koma. Die Familie ist bei ihr, unterstützt das Mädchen nach Kräften. Deshalb kann Mutter Stefanie Thießen im Moment nicht in ihrem Friseursalon arbeiten.

Dass sich ihr Leben innerhalb weniger Tage komplett ändern würde, konnte die Familie nicht ahnen. Emilia hatten in den letzten Wochen mehrere Infekte wie Mandelentzündung und Grippe durchmachen müssen. Irgendwann sei das Fieber nicht mehr heruntergegangen, das Mädchen sei immer schwächer und apathischer geworden, berichtet Martina Altenburg, eine enge Freundin der Mutter, die sich stellvertretend für die Familie äußert.

Die Diagnose im Krankenhaus war niederschmetternd: Das Herz des Mädchens sei bereits angegriffen. Emilia wurde in eine Herzklinik nach Duisburg verlegt, musste dort nach einem Herzstillstand reanimiert werden. Inzwischen wurde sie per Hubschrauber in eine Spezialklinik in Bad Oeynhausen gebracht. Dort liegt sie im künstlichen Koma, ist an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Ihre Eltern sind bei ihr, wohnen in einem Apartment für Angehörige, um ihre Tochter so gut wie möglich zu unterstützen.

Allerdings ist der Betrieb im Friseursalon der Thießens nur sehr eingeschränkt und der Lebensunterhalt droht wegzubrechen. 

Am 17.12 wurde deshalb eine Spendenaktion vor dem Geschäft am kleinen Markt gepant um der Familie wenigstens finanziell unterstützen zu können.

Wir möchten ein Zeichen setzen für Solidarität, Gemeinschaft, Hoffnung und Verbundenheit mit der Familie in diesen schweren Zeiten. Wir sind nicht einfach nur ein Stadtteil, hier werden solche Werte auch gelebt“, schreibt Martina Altenburg, Freundin der Mutter, auf Facebook.

Neben Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch gab es Waffeln, selbst gebackene Weihnachtsplätzchen und vieles mehr. „Wir hoffen auf großzügige Spenden“, sagte Martina Altenburg. „Wer möchte, kann gerne eine Kerze mitbringen, die wir dann vor dem Salon anzünden werden.“ Auch die Schule an der Waldlehne, die Emilia besucht, hatte bereits einen Spendenaufruf für die Familie gestartet.

Mutter Stefanie Thießen bedankt sich auf Facebook sehr emotional und gerührt für die Hilfsangebote. „Wir sind absolut sprachlos, wie viele Menschen an uns denken, uns helfen möchten. Wir müssen momentan die dunkelste Zeit in unserem Leben ertragen. Und wir wissen nicht, wie wir das alles schaffen und ertragen sollen“, schreibt Stefanie Thießen. „Vor acht Tagen hat Emilia noch für uns gesungen und getanzt. Jetzt musste sie reanimiert werden, wir wussten nicht, ob wir unser Kind jemals wieder sehen würden.“

Wie es weitergeht, weiß die Familie noch nicht. Alle hoffen, dass Emilias Herz irgendwann wieder selbstständig arbeitet und keine Schäden zurückbleiben. „Unsere Priorität ist einzig und allein, dass wir es alle zusammen schaffen, Emilia irgendwann gesund mit nach Hause zu nehmen. Egal, wie lange es dauert“, richtet sich Stefanie Thießen auf Facebook an die Unterstützer. Die wollen sich auch im neuen Jahr weiter engagieren, sagt Martina Altenburg. Das sei ihr sehr wichtig: „Das ist wie Familie für mich.“

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